schwarm

autonom agierende, analog gesteuerte Braitenberg Vehikel (2014)

Mehrere Vehikel fahren in die hellsten Regionen ihres Aktionsfeldes und bewegen sich dort lebhaft. Die meisten wenden sich bei Kollision mit Hindernissen von diesen ab. Die Bewegungssteuerung direkt über Sensorstimulation entstammt einer Idee des Kybernetikers Valentin Braitenberg (1926 – 2011).
Im konkreten Fall werden hier zwei Antriebsmotoren separat mit Strom versorgt. Die Stromstärken entsprechen der von zwei Sensoren wahrgenommenen Lichtintensitäten. Sind die zwei Sensoren räumlich gut ausgerichtet und übers Kreuz mit den Motoren verbunden, steuert sich das Vehikel in helle Regionen. Wäre die Verkabelung parallel, würde sich das Vehikel vom Licht abwenden und käme bald zum Stillstand. Schon die Entwicklungsserie von wenigen Vehikeln macht die Bedeutung der Körpergestalt für das Verhalten deutlich. Veränderungen in der Platzierung und Ausrichtung der Sensoren bewirken markante Verhaltensänderungen. Die möglichst runde, geschlossene Körperform setzt sich evolutionär durch, weil so das Abwenden von Hindernissen am besten gelingt.

Analog gesteuertes Braitenberg Vehikel (Nr. 6 tv)

Bei gedrücktem Fronttaster wird die Laufrichtung eines der zwei Antriebsräder über ein Relais rückwärts geschaltet, was eine Drehbewegung des Vehikels an Ort bewirkt. Der zugeschaltete Kondensator lässt den Roboter noch wenig länger drehen und erhöht damit die Chance einer ungehinderten Weiterfahrt.
(Schaltplan Thomas Emmenegger)